>> Türkisch Van
 
Kitten of Kadif Bagdar's
Kitten of
Kadif Bagdar's

Hier läßt sich die Geschichte nicht ohne weiteres zurückverfolgen, da es sich bei dieser Rasse um eine wilde, d.h. durch natürliche Auslese entstandene Spezies handelt. Diese ursprünglichen Tiere zeichnen sich durch einen deutlich kräftigeren Körperbau aus. Sie ist eine muskulöse, große und doch elegante Erscheinung.
Ihr Ursprungsgebiet, in welchem sie auch heute noch in der Wildform vorkormnen, liegt im Südosten Anatoliens, d.h.dem heutigen Armenien an der Grenze zu Persien.

>> Aus historischer Sicht läßt sich folgendes berichten:

Über das im alten Testament erwähnte "Land im Ararat" berichteten bis in 9.Jh. v,Ch. nur assyrische Erzählungen, die ca. vier Jahrhunderte zurückgehen (ca. 1200 v.Ch.). Aus der durch Stammeskämpfen geprägten Vorzeit stieg dann langsam gegen 850 v.Ch. das mächtige Reich "Urartus" auf, dessen Hauptstadt die am Van-See gelegene Stadt Tuspa (heute Van) mit der Burg Van-Kale bildete.
Seinen Höhepunkt erlebte das Land der Uratäer um 730 v.Ch.unter Sarduri II, ein noch heute benutztes Netz einer Wasserversorgung mit dem 70 km langen"Kanal der Semiranüg" zur Versorgung der Hauptstadt.
Dies zeugt von damaliger Baukunst (er wurde aus Steuergeldern finanziert!). Wider Erwarten wurde das blühende Reich nicht von den Assyrern, zerstört, sondern fiel brandschatzenden räuberischen Normaden, den Kimmeriern und dann den Skythen um 600 v.Ch. zum Opfer.

Die heutige Stadt Van liegt einige Kilometer entfernt von der ursprünglichen Stadt, welche im ersten Weltkrieg zerstört wurde. Die neuerbaute Stadt hat heute mehr als 50.000 Einwohner und spielt eine große Rolle als Handelszentrum und Verkehrsknotenpunkt.

Der Van-See (Van-Gölü) liegt auf der anatolischen Ebene, nicht weit von dem 5165 m hohen Berg Ararat entfernt eben da, wo Noha's Arche gestrandet sein soll. Er ist einer der größten Salzseen der Welt (3764 km) 1700m über dem Meeresspiegel und hat einen sehr hohen Salzgehalt, von 25% ("seifig") . Aussagen zufolge soll es dort sogar Fische geben. Man sag daß die Van-Katze aus dem See ihr Futter gefischt hat, wenn man aber bedenkt wie hoch der Salzgehalt ist, kann man nicht so recht glauben, daß es dort tatsächlich Fische gibt und wenn ja, wird es der Katze der Fischfang nach der ersten Aufnahme vergangen sein

Bahar von Yadigar
Bahar von Yadigar

>> Die Van-Katze hat ein besonderes Merkmal:

Kalkweißes Körperfell mit einem Kastanienroten Schwanz und eine Schmetterlingszeichnung in der gleichen Farbe zwischen den Ohren auf dem Kopf. Begeistert von dieser markanten Zeichnung, brachte die Engländerin Laura Lushington in den fünfziger Jahren diese Katze nach England und beim GCCF zur Anerkennung. Fortan hieß diese Katze Van-Katze und nur echt mit der aubum-white oder creme-white Abzeichnung.

Eigentlich sollen keine weiteren Farbtupfer auf dem Körper sein. Hier darf man jedoch nicht so strenge Maßregeln walten lassen, da es mehr auf den Körperbau ankommen sollte. Viele Züchter bemühen sich zur Zeit auch die anders farbigen Van Katzen zu etablieren. Bei der Sonderschau des 1. ITAVC e.V. mit Sitz in Velbert, boten die Züchter am 24. und 25. April in Frimmersdorf der Richterjury typvolle und standardgerechte Türkisch Van-Katzen u.a. mit schwarz-weißer und schildpatt-farbener Abzeichnung.

Wir Züchter bemühen uns diese Farben zu etablieren und wünschen uns, daß diese Farben bald die Farbpalette der Van bereichern. Zu bemerken ist, daß in der Türkei diese Abzeichnung, ob rotbraun (auburn) oder sonstige Farben nicht als Van-Katze angesehen werden. Dort gilt nur die odd-eyes (weiße Katze mit einem gelben und einem blauen Auge) als Van, wobei es eigentlich auch die Ankara-Kedi (Angora Katze), die Katze des Kemal Pasha Attatürk ist.Es wird natürlich viel über die besondere Vorliebe der Van zum Wasser berichtet was dieser Rasse auch schon manch nachteilige Erfahrung eingebracht hat. Denn nicht jede Van oder jede Angora lieb das Wasser und wenn, dann nur um den Durst zu löschen. Eines ist jedoch gewiß, viele türkischen Katzen finden Wasser als Spielzeug interessant, warum wird wohl kaum zu ergründen sein. Es übt einfach eine magische Kraft auf sie aus und auch, wenn ihr Fell triefend naß ist bekommen manche nicht genug davon.

Van-Katzen Familie
Van-Katzen Familie
Bahra & Sutalih's
Isic & Inci

>> Die Türkisch Kurzhaar

wird in vielen Regionen der Türkei auch (Anadoulu Kedisi), Anatolische Katze genannt. Sie ist eine kräftig, muskulöse Katze auf hohen Beinen mit langem Schwanz. Das Fell ist mit dem Fell eines Baren zu vergleichen, kurz und dicht, nicht am Körper Anliegend. Die Ohren sind leicht spitz zulaufend, die Größe ist passend zum Kopf. Der Kopf ist breit an der Basis mit abgerundetem Keil. Die Augen sind leicht schräg gestellt und haben die Farben hellgeIb bis dunkelbernstein, blue oder odd-eyes (ein blaues, ein gelbes Auge). Ein kräftiges Kinn. Der Hals ist mittellang und muskulös.

Diese Katzenart war früher überwiegend im Ost-Anatolischen Gebiet zu sehen, doch wie die Van und Angora läßt sie sich nicht eingrenzen und ist somit in vielen Regionen der Türkei anzutreffen.

Sie ist voller Temperament und von ungemeiner Sprungkraft. Möchte man diese Katzenrasse besitzen so ist es von Vorteil, wenn ein großer Freiraum mit Klettermöglichkeit geboten werden kann. Es gibt sie in allen natürlichen Farben. In Europa ist sie bis heute noch nicht in der Zucht wird aber in kleinen Beständen gehalten.

Autor:
Cattery: "Sutalih's-d'Wasserloos" Türkisch Angora & Türkisch Van
Gisela Schlothane-Römer
Friedr-Ebert-Str. 199
42549 Velbert

Tel. 02051 - 955548
Fax 02051 - 955547

eMail: roemer@catterys.de

Download Rasseportrait Türkisch Van >>> [ca. 170 KB]

 
 
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